Fides nostra victoria

Fides nostra victoria

Mittwoch, 30. November 2011

X - Der Aufbau der heiligen Messe

Das heilige Meßopfer hat zwei große Hauptteile,
die Vormesse und die Opfermesse.
In der Vormesse bitten wir Gott und lobe ihn (Gebetsgottesdienst), hören in der Lösung und im Evangelium Gottes Wort (Lesegottesdienst).
Dann bekennen wir unseren heiligen Glauben (Credo). So vorbereitet beginnen wir die Opfermesse. Wir bringen Gott dem Vater unsere Gaben Brot und Wein und uns selbst dar (Opfervorbereitung). In der heiligen Wandlung (Opferhandlung) geschieht dasselbe wie am Kreuze: Christus opfert sich für uns dem himmlischen Vater auf. Er ist unser Opferpriester und unsere Opfergabe. In der heiligen Kommunion (Opfermahl) schenkt uns der himmlische Vater seinen Sohn wieder unter den heiligen Gestalten (von Brot und Wein).

Dienstag, 29. November 2011

Gebet für die Armen Seelen und für die Sterbestunde

 
Jesus, Dein Herz weit offen steht,
Daraus für mich ein Brunnquell geht:
Mit diesem gnadenreichen Blut
O lösche aus des Fegfeu'rs Glut.
Maria, wenn in bitt'rer Qual
Im Fegfeuer ich die Schuld bezahl,
Dann labe mich in meiner Pein,
Die Engel send', mich zu befrei'n.

Joseph, in deinen Schutz befehl'
Am letzten End' ich meine Seel',
Daß ich, von Sünd und Strafe frei,
Im Himmel ewig selig sei.

Amen

IX - Wert und Wirkung der Messe

Wert und Wirkungen der heiligen Messe

Jede heilige Messe ist ihrem Zwecke nach ein Anbetungs-, Dank-, Sühn- und Bittopfer, und kann und soll deshalb für die einzelnen Nöte der Kirche und der einzelnen Personen dargebracht werden. 
Das Opfer der heiligen Messe umfaßt:
a) Das Selbstopfer Christi
Als solches ist es von unendlicher Reinheit, Heiligkeit und Würde, besitzt unendlichen Wert und überragt jede andere Form der Gottesverehrung.
b) Das Opfer der Kirche als ein Opfer der Gemeinschaft;
unter diesem Gesichtspunkte ist das heilige Meßopfer ebenfalls, immer und überall, selbst wenn der opfernde Priester und die Mitopfernden nicht rein und heilig sind, das eine heilige, unbefleckte Opfer der Kirche, freilich nicht von unendlicher Würde.
c) Das Opfer des Priesters und der Mitopfernden,
insofern sie im eigenen Namen opfern.
Unter dieser Rücksicht richtet sich die Würde, der Wert und die Wirkung der heiligen Messe nach dem Verdienst und Gnadenstand, nach der Reinheit und Seelenverfassung des Priester bzw. der Mitopfernden. 

Gebete zum Rosenkranze

Gebet vor dem Rosenkranz 
Allerseligste Jungfrau Maria!
In Vereinigung der Liebe, mit welcher dich der Erzengel Gabriel 
und alle andächtigen Seelen jemals durch das Ave Maria begrüßt haben, 
nehme ich mir vor, jetzt diesen Rosenkranz mit möglichster Andacht zu beten 
und dich durch solche himmlische Begrüßungen aufs Demütigste zu verehren.
Ich wünsche von Herzen, daß ich Dir alle Freuden, 
so du jemals aus diesem Gebete empfangen hast, erneuern, 
dein jungfräuliches Haupt aber mit so vielen wohlriechenden Paradiesrosen zieren 
und krönen könne, als ich jetzt Ave Maria beten werde.
Nimm deshalb mein andächtiges Verlangen mit mütterlichem Herzen an 
und erlange mir die Gnade dies mein Gebet andächtig und aufmerksam zu verrichten.

Rosenkranz

Gebet nach dem Rosenkranz
O liebreichste Mutter,
ergänze diesen meinen unvollkommenen Dienst bei deinem geliebten Sohne
und zeige, daß du Mutter bist. -
O gütigster Jesu,
nimm meine Andacht von der Hand Deiner allerseligsten Mutter und, 
vereinigt mit Deinen Verdiensten und den Verdiensten Deiner Mutter und aller Heiligen, 
opfere sie auf Deinem himmlischen Vater nach allen frommen, heiligen und heilsamen Meinungen, darin sie verrichtet worden.
Liebreichster Vater,
siehe auf das Angesicht Deines geliebten Sohnes 
und erbarme Dich meiner nach Deinem Wohlgefallen,
zu Deiner größten und ewigen Ehre, 
durch denselben Jesum Christun unseren Herrn,
Amen.

Heilige Jungfrau!
Du bist meine Mutter und ganz vorzüglich die Mutter der reinen Liebe.
Du hast  mir die Zeit meines Lebens so viele Gnaden erwiesen, 
wolle mir noch eine erlangen, welche alle andern krönet, 
die nämlich: meinen Gott zu lieben, 
ihn glühend zu lieben, ihn allein zu lieben, so lange ich auf Erden bin, 
damit ich möge des Glückes teilhaftig werden, 
ihn ewiglich mit dir im Himmel zu lieben, 
Amen.

Montag, 28. November 2011

VIII - Opfermahl

Die Opferfeier findet naturgemäß im Opfergenuß, Opfermahl, ihren Abschluß. Der Vater hat unsere Opfergabe wohlgefällig angenommen. Was wir in Form der Opfergabe durch Christus zu ihm emportrugen und vor sein Angesicht brachten, das steigt nun in Form der HIngabe und des Segens auf uns hernieder als ein wirksamer Friedensgenuß des Vaters für sein Kind, als eine liebevolle Umarmung der Kinder im Sohn seiner Liebe, an dem er sein Wohlgefallen hat.Als Sünder treten wir mit dem Priester an den Altar. Christus wurde unsere Opfergabe. Jetzt empfangen wir in wunderbarem "Austausch" in der heiligen Kommunion den verklärten, geopferten Christus, unsere Opfergabe, damit sie uns mit göttlichem Leben, mit Christi Geist und Gesinnung erfülle und unseren Willen in seinen opferwillen hineinziehe und für den neuen Tag, die neue Woche, den neuen Monat mit seiner Hingebung an den Vater verbinde. 
So sind wir im Opfermahl Träger der Gesinnung Christi geworden.

Sonntag, 27. November 2011

VII - Messe und Erlösung

In der ununterbrochenen Feier der heiligen Messe steht die Kirche gleichsam immer am Fuße des Kreuzes, und aus Christi Blut wird sie immerfort neu geboren, erhält sie neue Kraft, stets Wachstum. Aus der heiligen Messe, die ja das Kreuzesopfer gleichsam verewigt und festhält, strömen der Kirche und in ihr den Einzelnen alle Gnaden zu. Die Kraft der heiligen Sakramente, die Kraft der Weihe, die Kraft zum Heldenmut in Opfer und Entsagung, die Kraft zur Erwerbung der ewigen Verklärung.
Das Werk der Erlösung ist in der Kirche und in den Einzelnen noch nicht vollendet. In der heiligen Messe und durch sie wird es stets weiter vollzogen  und seiner Vollendung entgegengeführt.

Samstag, 26. November 2011

VI - Messe ist Opfergemeinschaft

Die heilige Messe ist Opfergemeinschaft

Die Feier der heiligen Messe ist wesenhafte Gemeinschaftsfeier, in welcher der Einzelne in das Leben, Denken, Wollen und Tun der Gemeinschaft eingeht und sich in der Gemeinschaft Christus, dem sich opfernden Hohenpriester und Haupt hingibt. Da kommt die "Gemeinschaft der Heiligen" mit ihrem wundervollen übernatürlichen Lebensaustausch zur schönen Entfaltung.
Bei der Feier der heiligen Messe treten wir in Opfergemeinschaft mit den Heiligen und Seligen des Himmels, unseren verklärten Brüdern und Schwestern. Sie legen ihre Gebete und Verdienste in unsere Hände, damit wir dies alles als unser Eigentum und unsere Opfergabe durch Christus dem himmlischen Vater darbringen.
Wir treten auch in lebendige Opfer- und Gütergemeinschaft mit den Gliedern der Kirche auf Erden. Ein Gedanke, ein Wille, ein Streben verbindet uns, wenn wir zur heiligen Feier um den Altar geschart sind. Wie schön äußerte sich diese Gemeinschaft im Opfergang der frühen Jahrhunderte. Was der Einzelne zum Altar brachte, gehörte der Gesamtheit und wurde die Opfergabe aller, die Gabe, an der dann alle im Opfermahl gleichmäßig teilnahmen.
In erster Linie treten wir aber in Opfergemeinschaft mit Christus. Er gibt sich uns selbst mit allem, was er ist und hat, er gibt uns seine Tugenden, seine Gebete, die Verdienste seines Lebens, Leidens und Sterbens, legt es gewissermaßen in unsere Hände, damit wir es als unsere Gabe dem Vater weihen.
Opfergemeinschaft mit der verklärten Kirche im Himmel, mit der leidenden Kirche auf Erden und mit Christus, fordert aber von dem, der die heilige Messe innerlich mitfeiern will, Hingabe an die innere Gesinnung der Kirche und ihres Hauptes Christi: Ein Leben, das mit der Taufe, ihren Gnaden und Verpflichtungen Ernst macht. Die Opferfeier der heiligen Messe steht im Mittelpunkt der katholischen Frömmigkeit.